Neujahrskonveniat in Fürstenfeldbruck
Zu dem ersten Konveniat im neuen Jahr fanden sich 30 Confratres und Gäste an einem besonderen Ort in unserer Komturei zusammen, dem Kloster Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck. Im Stadtmuseum in der Klosteranlage begrüßte Vizekomtur Rufin Mellentin die Gesellschaft, die sogleich von seiner Gattin herzlich bewirtet wurde. Sehr orts- und fachkundig führte Confrater Mellentin dann selbst durch das Museum und ließ die wechselhafte und spannende Geschichte des Ortes durch geschicktes und spannendes Erzählen lebendig werden. Als Sühne für die unrechtmäßige Hinrichtung seiner ersten Frau, Maria von Brabant, gründete der bayerische Herzog Ludwig II., der Strenge, 1263 dieses Kloster, das von seinem Sohn später mit zahlreichen Privilegien ausgestattet wurde. In dem Zisterzienser-Kloster wurden 1595 bedeutende Ordensreformen erarbeitet, bis es 1803 in der Säkularisation in Privatbesitz überging und heute vor allem als Kulturzentrum für die Bürger der Stadt dient.
Anschließend zogen die Confratres in die spektakuläre und große Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt ein, in der zahlreiche der wichtigsten Künstler des Barock ihr Können unter Beweis gestellt haben: von den Gebrüdern Asam über Antonio Viscardi bis Pietro Appiani. Somit gehört diese Kirche zu den bedeutendsten Werken des süddeutschen Barock, weshalb die Anlage auch „bayerischer Escorial“ genannt wird. Dort wurden die Konfratres nach einem feierlichen Einzug herzlich begrüßt von Pfarrer Otto Gäng, der in der feierlichen Messe wiederholt auf den Deutschen Orden einging.
Als nächster Programmpunkt stand ein Mittagessen in dem historischen Gasthaus „Hotel Post“ an, das seit über 400 Jahren Gäste in Fürstenfeldbruck willkommen heißt. Dort wurde auch das Jahreskonveniat abgehalten, in welchem Komtur Mario Külgen auf die wichtigsten Ereignisse aus dem letzten Komtureijahr einging und einen Ausblick auf das Komtureijahr 2026 bot. Ebenso wurde zu diesem Anlass traditionell das Totengedenken abgehalten und die Jubilare wurden für ihre Zugehörigkeit im Familiareninstitut geehrt.
Im Sommer 2026 wird wieder ein Bayerischer Ordenstag stattfinden, auch in den wunderbaren Anlagen des Klosters Fürstenfeld. Daher besichtigten einige Confratres im Anschluss auch noch den idyllisch an der Amper gelegenen Pfarrsaal von St. Magdalena, wo der Ordenstag unter anderem abgehalten wird. Voll Vorfreude auf dieses Ereignis fand das Neujahrskonveniat seinen Abschluss.
Tobias Noss FamOT
Komtureikanzler