Jahreskonvent in Innsbruck
Komturei „Am Inn und Hohen Rhein“ – 1. Februar 2026
Im Anschluss an den Jahreskonvent im Saal der Pfarre St. Jakob in Innsbruck gab der Geistliche Assistent der Komturei, Confrater Dr. Oswald Stanger, einen Einblick in seine Aufgaben als Seelsorger an der Klinik Innsbruck. Bestand früher die Hauptaufgabe der Klinikseelsorge darin, die Sakramente zu spenden, vor allem die Kommunion und die Krankensalbung, so stellt sich heute die Situation gänzlich anders dar. Erstens einmal ist sie hier ökumenisch ausgerichtet und zweitens ist sie für alle da: Für die Patienten, aber auch für deren Angehörigen und natürlich für die Mitarbeiter in der Klinik. Es gibt eine Rufbereitschaft vor Ort rund um die Uhr. Klinikseelsorge ist der Ernstfall der Seelsorge, bei der es natürlich vor allem um die Begleitung schwerkranker und sterbender Patienten und um deren Angehörige geht, aber nicht nur. Es geht ja auch um Vermittlung von Kontakten zu anderen Religionen und Glaubensrichtungen wie auch um konkrete praktische Fragen wie etwa die Bestattung und Überführung ins Ausland. Den größten Stellenwert nehmen Gespräche ein. Im Krankenhaus hat man mehr Zeit zum Nachdenken und sich den Lebensfragen zu stellen. Und zur Krankensalbung ist zu sagen, da sie nur von einem Priester gespendet werden darf, aber kaum mehr Priester in der Krankenhausseelsorge zu Verfügung stehen, kann sie oft nicht mehr gespendet werden. Dafür gibt es eine heilsame Salbung, die sehr gerne angenommen wird. Als Klinikseelsorger arbeiten zu dürfen, ist eine große Herausforderung, aber auch ein Dienst, in dem man reichlich beschenkt wird.
Nach den sehr interessanten Ausführungen, feierten die zahlreich erschienen Confratres mit ihren Familien und den eingeladenen Anwärtern die heilige Messe in der Hofkirche.
Bei anregenden Gesprächen und in gemütlicher Runde klang der Abend im Stiftskeller aus.
Dr. Oswald Stanger FamOT
Geistlicher Assistent